SAD MOOD DESIGNBLOG **DEPRESSED**
S Sascha Schwarz

SAD MOOD DESIGNBLOG **DEPRESSED**

3. Jun 2026

„Ich bin nicht dramatisch zusammengebrochen — ich bin einfach ausgelaufen.“

DEPRESSED / ENGLISH TEXT BELOW

In meinem Kopf war vermutlich gerade dieser Moment, in dem selbst das Aufstehen schon wie ein Projekt mit zu vielen Arbeitsschritten wirkt.

Die Figur hängt da wie ein leerer Akku mit Beinen. Der Kopf zu schwer, die Arme zu lang, der Blick irgendwo zwischen „lass mich“ und „ich weiß auch nicht mehr“. Und aus dem Gesicht läuft nicht nur Traurigkeit, da läuft Energie raus, Lebensgeister , Antrieb, Freude, Motivation,Farbe etc. Vielleicht auch ein bisschen von dem, was man früher mal für Glück gehalten hat.

Das Wort Depressed sitzt oben drauf wie ein Label, das man eigentlich nie freiwillig tragen wollte. Nicht als Modeaccessoire. Nicht als Ausrede. Eher wie ein verdammter Aufkleber, den das Leben einem auf die Stirn geklebt hat, während man gerade nicht aufgepasst hat. Tik du hast ihn.

Wie ein roter Irokesenschnitt bei einem Punk.Maximal auffällig, aber im Prinzip nichts schlechtes.

Und trotzdem hat das Bild diesen bitteren Humor. Diese fast schon verwirrende  Übertreibung. Als würde es sagen: „Ja, mir geht’s beschissen, aber wenigstens sieht es als Cartoon ganz brauchbar aus.“ Genau darin steckt etwas Starkes. Nicht schönreden. Nicht dramatisieren. Einfach ehrlich zeigen: Manchmal ist man nicht kaputt, nicht faul, nicht schwach. Manchmal ist man einfach leer.

Aber leer heißt nicht endgültig.
Leer heißt erstmal nur: Da war mal zu viel drin, lass uns das Gefäss Restaurieren und neu befüllen , das hält dann wieder n paar Jahre.

Vielleicht muss man nicht sofort wieder funktionieren. Vielleicht reicht es, nicht komplett zu verschwinden. Einen Fuß noch auf dem Boden. Ein kleines bisschen Rest-Ich im Körper. Und irgendwo dazwischen die Hoffnung, dass selbst aus einer Pfütze irgendwann wieder etwas aufsteigen kann.

Depressed.
Nicht tot.
Vielleicht sollte man einfach nur mal wieder die Frisur wechseln.

 

ENGLISH TEXT :

I didn’t suffer a dramatic breakdown I simply drained away.

**Depressed**

In my mind, I was likely in that very moment where even just getting out of bed feels like a project with far too many steps.

The figure hangs there like a drained battery with legs. The head too heavy, the arms too long, the gaze hovering somewhere between “leave me alone” and “I don’t even know anymore.” And what is draining from the face isn’t just sadness it’s energy flowing out. Motivation. Color. Perhaps even a little bit of what we used to consider as " LUCK "

The word **Depressed** sits right on top like a label one never actually wanted to wear voluntarily. Not as a fashion accessory. Not as an excuse. Rather like a damn sticker that Life slapped onto your forehead while you weren’t looking.

Like a red Mohawk on a punk: extremely eye-catching, yet fundamentally nothing bad at all.

And yet, the image possesses a bitter humor. An almost cheeky exaggeration. As if to say: “Yeah, I feel like shit but at least, as a cartoon, it looks pretty decent.” There is something powerful in that very sentiment. No sugar-coating. No dramatizing. Just an honest depiction: Sometimes you aren’t broken, aren’t lazy, aren’t weak. Sometimes, you are simply empty..

But empty doesn’t mean final.
For now, empty simply means: There used to be too much inside.Let's restore the vessel, then refill it, and it will last for a few more years.

Perhaps you don’t have to start functioning again immediately. Perhaps it is enough not to vanish completely. To keep one foot still on the ground. To retain a tiny shred of your “self” within your body. And somewhere in between, to hold onto the hope that even from a puddle something can eventually rise again.

Depressed.
Not dead.
Maybe it is only The Mohawk.

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